gedankenspiele

gedanken(joggen)... frauenlaunen

mein körper schlendert mit seinen jogger durch die bunte sonntagsmorgennatur... das gehirn hat den läufer auf autopilot gestellt...  es werden nur relevante punkte im blickfeld wahr genommen... die neuronalen schaltkreise wurden durch impulse der synapsen aktiviert... die energiezufuhr wurde am vortag durch ein wenig schoki, welches umgewandelt werden will, sichergestellt...
impulse schweben durch die arbeitswelt... erstellen konzepte und ideen...  an der biegung des flusses, wo einst, ein herz begraben war... weichen sie ab.... und schweben durch erlebte frauenwelten... erzeugen fragezeichen...
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frauen zu verstehen
welch sinnloses unterfangen
welches ich nie aufgeben werde
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frauenlaunen... welch phänomen... sie sind so zuverlässigkeit und regelmässig, wie ebbe und flut... wie die phasen des mondes... oder der wechsel der jahreszeiten...
 
die französichen hirnforscher... auch bekannt als wahren frauenverteher... haben sich mit dem thema der weiblichen emotionalen labilität... dem veränderten schmerzempfinden sowie der unterschiedliche konzentrationsfähigkeit befasst...
 
sacken frauen gewinne ein... spricht ihr belohnungsnetzwerk darauf vor dem eisprung weitaus stärker an, als nach dem eisprung... umgekehrt musste nach der ovulation schon ein besonders starker reiz her, etwa das abräumen des jackpots, um eine aktivierung auszulösen...

übersetzt bedeutet das: mehrere liebe worte täglich sagen...klingt gut... und genügt vor dem eisprung... oder kleine überraschungen mitbringen... und immer luft nach oben lassen...wenn der reiz nicht mehr ausreicht...  und nicht's mehr hilft...auf maximale aktivierung der weiblichen belohnungszentren setzen...

dies erleichtert das leben ungemein... und mann kann seine freiheiten ungestört genießen...

1 Kommentar 22.4.07 16:18, kommentieren

drehzahlbereiche des gehirn's

die lichtkegel der scheinwerfer schweben über den asphalt... gleiten in der leere der nacht… der motor schnurrt wie eine große katze im song the beginning von ian o’brien-dogger… meine gadanken drehen sich im mittleren drehzahlbereich des motors über die durchlebte nacht…

ein reiz, der meine gedanken abrupt stoppt, fällt mir in’s auge… es sind lichtkegel die hier nichts zu suchen haben… lichtkegel die mir entgegen kommen… mein gehirn schaltet einen gang runter und beschleunigt in den roten drehzahlbereich… im selben moment, wird das lied the beginning, von einer zuckersüße stimme unterbrochen… die stimme gibt den hinweis eines falschfahers auf der bahn, wo sich mein gefährt mit mir, durch die nacht bewegt… alle nervenzellen werden in bruchteile einer sekunde gezündet… der körper in hochspannung versetzt… das gefährt und sein bediener werden von mir in alarmbereitschaft versetzt… der bediener stellt den optimalen drehzahlberich des motor’s bereit … sein blick ist auf die entgegenkommenden scheinwerfer gerichtet… die wahrnsignale des fahrzeug werden aktiviert… die gedanken sind auf ein minimum reduziert… ein dunkler mercedes zieht mit hoher geschwindigkeit an mein gefährt vorbei… der rückspiegel erhält meine aufmerksamkeit… dort tauchen blaue lichter des staatlichen schutzes auf… sie fangen das in geistige verwirrung gerate mobil ein… mein gehirn reduziert seinen drehzahlbereich und den des bedieners wieder in den optimalen bereich… ich lasse mein gefährt wieder durch die nacht nach hause schweben...

beim sonntagsmorgensjoggen stelle ich fest, das der begriff angst, in meinen wortschatz, keine wesentliche bedeutung hat…

1 Kommentar 15.4.07 12:53, kommentieren

fragenfalle

männer haben vor wenigen dingen auf dieser welt angst. weder dinosaurier noch spinnen können uns schrecken und auch nicht kalorienhaltige getränke jagen uns angst ein. aber es gibt situationen, da werden wir nervös. zum beispiel, wenn die freundin zuckersüß fragt: “schatzilein, fällt dir an mir gar nichts auf?!”

ja, eigentlich kann man auf eine solche frage nur falsch antworten, denn tausend dinge können sich an “ihr” verändert haben, ohne dass man es mitbekommen hat. war sie beim friseur? trug sie die durchsichtige bluse schon letzte woche? wer ist der mann an ihrer seite? so oder so ähnlich mag es uns durch den kopf schießen, wenn wir jene frage hören. sollten wir jetzt ….die falsche antwort geben (”oh, du hast eine neue frisur!” - und in wirklichkeit ist es der neue lidschatten), dann werden wir eine welle der empörung auslösen. todsicher wird sie uns vorwerfen, dass sie von uns niemals richtig angeschaut wird, nicht wahrgenommen wird, dass die partnerschaft so keinen sinn macht, dass man sich aneinander gewöhnt habe usw. usw. usw.

nein, nein – nicht denken. es gibt nur eine einzige richtige antwort! wir lassen die augen prüfend über ihr streichen, nicken und sagen mit fester stimme:  “schatz, ich glaube, du hast abgenommen!”

18.3.07 16:42, kommentieren

erinnerungsausfall:

einmal im auto durch die straßen... ein dichter, feuchter nebel tränkte die luft und trotzte meinen augen noch mehr als die dunkelheit selbst. die straßen sind frei, und das geräusch meines motors beruhigte mich. plötzlich begannen die lampen in der alternden nacht unterzugehen. ich fuhr gerade die schnellstraße entlang, straßenlaternen säumten den weg. sie verwandelten sich durch die geschwindigkeit in einen tunnel aus licht. mein fuß drückte noch stärker auf das gaspedal, ich wollte nach hause. 


die fahrt hatte mal wieder erinnerungen geweckt, wie der lichtkegel einer laterne eine kleine, helle oase im dunklen nebel erleuchtet. schade, dass details und bilder von erlebtem, vor allem aber die worte, oft im nebel des vergessens ertrinken.

dann sah ich das grauen im rückspiegel. die lichter ganz in der ferne waren ausgegangen. e
in erinnerungsausfall stromausfall? wohl kaum, es waren nur die straßenbeleuchtungen erloschen. gut dass ich dieses stück der strecke schon hinter mir gelassen hatte. alle häuser und details gingen in der grauen suppe unter. wenn ich nicht schneller meine erinnerungen niederschreibe, verliere ich vielleicht noch mehr.
ich gab weiter gas, der wagen drückte mich noch fester an sich und ich schätzte mein gefährt noch mehr als zuvor.

es gingen immer mehr lichter aus, und die dunkelheit rückte näher. ich versuchte nur noch die nächsten oasen der klarheit zu erreichen, bevor es um mich herum dunkelgrau wird.... aber die stadtwerke waren schneller.

a
ugen auf und durch. es ist nicht immer einfach, das leben. ich war fast da, nur das letzte stück musste ich im kegel meiner scheinwerfer zurücklegen. ruhig bog ich um die ecke in die straße ein, in der ich wohne. den wagen parkte ich im carport vor dem haus. kaum hatte ich das licht meines wagens ausgeschaltet, und stieg aus. die motorhaube dampfte in der kälte. draußen empfangen mich die gesänge der vögel, die den heranbrechenden tag begrüßten. von der haustüre blickte ich noch mal zurück. das fast vergessen ist noch da.

 

1 Kommentar 17.4.07 23:14, kommentieren